Dr. Sarah Taylor (DeMornay, The Hand that Rocks
the Cradle) ist keineswegs so zerbrechlich, wie sie auf
den ersten Blick wirken mag.
Als Kriminalpsychologin hat sie
tagtäglich mit den unerfreulichsten Zeitgenossen zu tun -
zum Beispiel mit dem Massenmörder Max Cheski (Harry Dean
Stanton, Wild at Heart), der im Gefängnis auf
seine Verhandlung wartet.
Als sie den puertorikanischen Ex-Cop Toni Ramirez
(Banderas, Assassins) kennenlernt, wird sie in
einen Strudel aus Angst und Terror gerissen. Ein unbekannter
"Verehrer", der ihr verwelkte Blumen schickt, drängt sich
in ihr Leben. Das nächste Geschenk is makabrer: Sarahs
tote Katze! Der Strolch bricht auch in ihre Wohnung ein und
versucht, sie zu töten. Aber wer ist es? Ist es der
charismatische aber mysteriöse Toni, mit dem sie nie geahnte
sexuelle Ekstasen erlebt, oder ihr eifersüchtiger Nachbar
Cliff (Dennis Miller)? Hat der geisteskranke
Massenmörder Max Cheski, den Sarah auf seinen Geisteszustand
hin untersuchen soll, seine Finger im Spiel oder steckt ihr
todkranker Vater hinter den perversen Attacken?
Als ihr Leben nur noch aus nackter Panik besteht, macht
Sarah eine schockierende Entdeckung...
"Ein Grossstadt-Thriller in klassischer Hitchcock-Tradition"
Never Talk to Strangers (aka "Spiel mit dem Feuer") wird neben Ralph S. Dietrich auch von Rebecca DeMornay produziert. Gedreht wurde in Toronto, das wird jedoch nicht erwähnt (Man beachte aber die Türme der Grossbanken!). Im grossen und ganzen ein spannender Film, ein erotischer Thriller sozusagen. Er beruht darauf, dass tatsächlich kein Mensch dem anderen vertrauen kann - auch wenn wir es immer glauben. Die Psychologie dieses Film Noirs lässt den Zuschauer lange im Dunkeln tappen. Jede einzelne Person muss einmal während des Streifens in den Verdacht fallen, doch am Schluss mag der eine überrascht sein, der andere ausrufen: "Das habe ich mir schon gedacht!". Es ist ein etwas absurder Schluss. Aber nicht so vorhersehbar wie die Sache mit der toten Katze (diesen Spoiler erlaube ich mir).
Der serial killer hinter Gittern erinnert auch sehr an Hannibal Lector. Doch Banderas hinterlässt einen guten Eindruck, das Paar, Latin Lover in Lederkluft und kühle Blonde sorgt für eine explosive Mischung. Leider ist "Toni" wieder einmal der Macho mit nacktem Oberkörper, aber der kritische Zuschauer merkt, dass etwas in ihm steckt, wie er es in The House of the Spirits, Philadelphia oder etwa Interview with a Vampire unter Beweis gestellt hat.
Angaben zum Film
| ***.. | Robert Michl |
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