Kein gewöhnliches Verbrechen - kein gewöhnlicher Film
Die Polizei von San Pedro (Kalifornien) steht vor einem
Rätsel, als sie nach einem gewaltigen Feuer auf einem Frachtschiff, das
am Pier vor Anker liegt, 27 Leichen findet. Immerhin kann sie zwei
Überlebenden habhaft werden. Der eine, ein ungarischer Gangster,
liegt mit schweren Verbrennungen im Spital und ringt um sein Leben.
Beim anderen Augenzeugen handelt es sich um den einschlägig bekannten
verkrüppelten Ganoven Roger "Verbal" Kint (Kevin Spacey).
Der herbeigeeilte Zollfahnder David Kujan (Chazz Palminteri)
versucht, Kint über die Hintergründe der seltsamen Ereignisse
zu berfragen, bei denen angeblich auch Kokain im Wert von 91 Millionen
Dollar im Spiel gewesen sein soll. Kint zeigt sich jedoch erst
kooperationswillig, als ihm im Gegenzug Amnestie angeboten wird.
Nach und nach erfahren wir die Geschichte, die vor sechs Wochen
in New York ihren Anfang genommen hat. Damals suchte die Polizei
nach Verdächtigen, die für den versuchten Diebstahl einer
Ladung Waffen verantwortlich gemacht werden könnten. Man
verhaftete kurzerhand fünf stadtbekannte Kriminelle, den
ehemaligen Polizisten Keaton (Gabriel Byrne), den
hitzköpfigen McManus (Stephen Baldwin), den
unberechenbaren Latino Fenster (Benico del Toro),
den hochnäsigen Hockney (Kevin Pollack) und
Roger Kint.
Die unfreiwillig in der Untersuchungshaft zusammengwürfelten
Verbrecher kommen sich schnell näher und nützen die
Begegnung, um sogar im Gefängnis einen Coup auszuhecken. Nachdem
sie gemeinsam in New York und Kalifornien Überfälle verübt
haben, werden sie von einem mysteriösen Anwalt namens Kobayashi
(Pete Postlethwaite) kontaktiert, der sich als Mittelmann des mächtigen Unterweltbosses
Keyser Soze outet. Beim Namen Keyser Soze zucken sogar die abgebrühtesten Gangster zusammen, denn um diese ominöse Figur, die noch nie jemand direkt zu Gesicht bekommen haben soll, ranken sich zahlreiche Horrorgeschichten. Schnell bekommt das Quintett die Macht von Keyser Soze zu spüren. Er setzt sie unter Druck und so beschliessen sie, seinen Auftrag anzunehmen und das
Schiff in San Pedro, auf dem sich Drogen im Wert von 91 Millionen Dollar befinden sollen, zu überfallen. Doch damit ist noch immer nicht klar, wer der geheimnisvolle Drahtzieher hinter der blutigen Geschichte ist. Wird die Polizei
jemals die Identität des mysteriösen Keyser Soze erfahren?
The Usual Suspects, wohl nach dem berühmten Satz in Casablanca benannt, ist ein Thriller besten Zuschnitts, der den Zuschauer bis am Schluss rätseln lässt. Hervorragende schauspielerische Leistungen eines Ensembles,
das mit sichtlicher Hingebung spielt, eine ansprechende Inszenierung und effektvolle Musik machen den Film zu einem Höhepunkt dieses Kinofrühlings.
The Usual Suspects ist einer dieser Filme, die man unbedingt zweimal sehen möchte. Denn das Wissen über den tatsächlichen Ausgang der Geschichte, lässt einen die Ereignisse mit ganz anderen Augen sehen.
Angaben zum Film